Sonntag, 19. April 2015

Hausboot-Trip auf der Mecklenburgischen Seenplatte



Hey Hey Leute,

es war mal wieder dringend Zeit! Dringend! 

Das letzte Mal liegt schon fast ein Jahr zurück. Das war in England für drei Tage mit meiner Frau und kurz darauf im Burgund mit meinen Eltern und Bruder. Wie habe ich mich wieder danach gesehnt. 
Klar, ich war auf dem Wasser unterwegs zwischendurch. Segeln in Istrien zum ersten Mal als Skipper, sehr geil! Auch das Ijsselmeer haben wir zu WM-Zeiten segelnd unsicher gemacht. Aber was mir fehlte war etwas anderes. Was ich mal wieder dringend brauchte war eine Intensiv-Dosis Entschleunigung! Woher nimmt man die? Für mich ist die richtige Medizin eine Hausboot-Tour, und die hatten wir vor Kurzem.

Unterwegs sind sechs hausbootgeile Blogger-Freunde und ein Hobby-Fotograf. Am Start sind meine Frau Constanze von Das wunderbare Leben, Tanja von Reiseaufnahmen mit Freund und Hobby-Fotograf Stefan, Juliane von Schöner Tag noch, Anni von Pötit und Katrin von Die Raumgestalterin samt unserem Bordhund Omrano. 

LeBoat verwöhnt uns mit ihrem Flaggschiff Vision 4, das sie uns für den Trip zur Verfügung stellen. Das Gerät steckte mir schon in der Nase, seit es zum ersten Mal vorgestellt wurde und nun durfte ich endlich Hand anlegen.



Drei Tage und Nächte an Bord warten auf uns. Alle sind wir heiß drauf. Als ich ein paar Tage vorher den Wetterbericht checke, rollen sich mir die Zehennägel hoch. Sturmtief Niklas dreht grade munter seine Runden über Deutschland und wird nicht müde. Naja, die Hoffnung stirbt zuletzt und kurz vor dem Trip hellt sich die Prognose noch etwas auf. Auch auf der Fahrt von Karlsruhe zur Marina Wolfsbruch zur LeBoat-Basis dort sieht das Wetter gar nicht mal so übel aus. 


Vor Ort empfängt uns herrliches Wetter, na wer sagt's denn? Kaum war mir der Satz: "Na also!" über die Lippen geflutscht, peitschen uns Schneeflocken mit gefühlten 50 Knoten um die Ohren! Nicht mal 5 Minuten später scheint alles wieder so, als wenn nie etwas gewesen wäre. Petrus steckt mit Niklas unter einer Decke, so viel steht fest!

Nach dem freundlichen Empfang durch LeBoat übernehmen wir die Vision, hieven alles an Bord, Stefan und ich lassen uns von Techniker Guido die Bordeinweisung verpassen und müssen leider erfahren, dass wegen Niklas Auslaufverbot erteilt wurde. 

Na gut, das ist ein leichter Rückschlag. Also flaggen wir uns in die Autos und zischen ab nach Rheinsberg, nur einen Katzensprung entfernt. Dort liegt herrlich am Wasser gelegen das Rheinsberger Schloss. 





So sieht das aus wenn Blogger auf Tour sind... Jemand fotografiert jemanden, der jemanden fotografiert beim Fotografieren eines Gruppen-Selfies :D



Aber das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen oder? Hier haben wir alle drauf!


Nachdem wir vor Ort im Ratskeller lecker gefuttert haben, machen wir uns wieder auf den Weg zum Schiff. Das gemütliche Zusammensein im Salon der Vision rundet den Abend zusammen mit ein paar Bierchen und Wein ab. Hier lässt sich´s aushalten:


Morgens fassen wir zusammen gemütlich Frühstück, Kaffeeduft lockt die Meute aus den Kajüten.



Nach dem Frühstück machen wir mit Techniker Guido eine Einweisungsfahrt. Ich bin zwar hausbooterfahren und auch von Segelyachten nicht unbedarft, aber die Vision hat so ihre Besonderheiten. Ihr Antriebskonzept unterscheidet sich doch sehr wesentlich von allem anderen und die auf den Visions exklusive Joystick-Steuerung, die präzise Manöver sehr einfach zu meistern macht, gilt es erst ein Mal unter Anweisung zu verinnerlichen. Hierfür kommt in Kürze übrigens ein eigener Artikel, der sich im Detail mit der Vision beschäftigt.

Wir lassen Guido von Bord und nun heißt es "Attacke". Wir tuckern nochmal nach Rheinsberg, dieses Mal aber wie sich das gehört zu Wasser. Niklas macht sich locker und so haben wir immer wieder herrliche Sonnenmomente. Mit chirurgischer Präzision beschert uns Niklas genau in dem Moment, als wir am Schloss anlegen wollen einen kleinen Erlebnis-Abstecher in Sachen Wetterkunde. Plötzlich fliegen Graupel horizontal durch die Luft... sehr interessant ;) Allerdings kein Ding für uns. Unterwegs hat Juliane dem Rest der Meute gezeigt, was es mit den Leinen an Bug und Heck auf sich hat und wie vernünftig eine Klampe belegt wird. Und mit der Joystick-Steuerung ist es trotz des Wetters überhaupt kein Thema sauber anzulegen. Kaum sind alle Leinen sauber belegt herrscht wieder Windstille und Sonnenschein... Man kommt sich von Petrus schon etwas verarscht vor. Schnell kaufen wir noch ein, zwei Sachen im Dorf ein, die wir vergessen hatten und dann wieder ab an Bord. Kaum sind die Leinen losgeworfen frischt der Wind auf und drückt uns gegen den Steg, da kommen die Strahlruder nicht gegen an, für Eindampfen in die Spring ist die Leine leider nicht lang genug, also warten wir entspannt noch ein, zwei Minuten ab und schon herrschen wieder ententeichähnliche Verhältnisse. Da macht Ablegen die reinste Freude. Was das strange Wetter angeht, kann ich euch übrigens beruhigen. Wir sind vom 1. April bis 4. April dort gewesen. Und ihr wisst ja: "Der April macht was er will!". 

Jetzt tuckern wir gemütlich Richtung Neustrelitz. Auf dem Weg fahren wir durch herrliche Kanäle und kommen über weite Seen, einfach fantastisch, die Entspannung und Begeisterung aller Crewmitglieder ist deutlich zu spüren, die Laune super, alle haben Spaß! Bingo, so muss das sein! Man dürfte hier sogar mit dem Hausboot ankern! Alles dafür ist an Bord vorhanden, samt elektrischer Ankerwinsch!






Unterwegs befahren wir schon vier Schleusen und das fluppt mit der Crew wie geschmiert. Jeder legt Hand an und will dabei sein. Auch das Ruder ist nicht vor den Blogger-Freunden sicher :D Sehr zu meiner Freude natürlich ;).





Drei knallharte Vollprofis am Werk :D



Allerdings packen wir es nicht ganz bis Neustrelitz und machen daher für eine Übernachtung bei Wesenberg fest. Idyllischer könnte es dort nicht sein. Der Liegeplatz bietet genug Freiraum für unser Schiff und der Blick auf den offenen See und die Natur ringsum ist einfach erste Sahne.






In Wesenberg kann man sich ein bisschen das Städtchen anschauen. Außerdem gibt es die Wesenberger Burg dort zu begutachten in der auch ein Heimatmuseum und ein Fischereimuseum beherbergt sind. Beide mit viel Liebe zum Detail und echter Leidenschaft eingerichtet. In Wesenberg verbringen wir einen weiteren schönen Abend an Bord mit gutem Wein, leckerem Essen und viel guter Laune.

Unterwegs nach Wesenberg hatten wir nicht nur Schleusen, sondern auch die eine oder andere Brücke zu durchfahren. Manche davon sind für unser Schiff eine kleine Herausforderung. Niedrig und schmal sind die Kameraden, unser Schiff aber hoch und breit. Wir kommen mit Hilfe der Joystick Steuerung sauber überall durch und müssen das Schiffchen nicht mit Vaseline präparieren ;-)


Hier steuern wir auf eine solche Brücke zu. Treu zur Seite steht mir unser Bordhund Omrano.







Einen Hund an Bord Leute... das solltet ihr mal ausprobieren. Das war einfach super. Unsere gute Hundeseele hat stets an Bord für gute Stimmung und den einen oder anderen Lacher gesorgt :) Jederzeit wieder :) Ihr könnt dann in Kürze bei Katrin aka Die Raumgestalterin nachlesen, wie es ist, mit seinem Hund so einen Trip zu unternehmen.

Die Strecke von Wesenberg nach Neustrelitz könnt ihr euch hier im Zeitraffer reinziehen:




In Neustrelitz legen wir uns schön in den kleinen Stadthafen und dann ab an Land. Da wir an diesem Tag wieder die ganze Strecke zurück zum Heimathafen schrubben müssen, haben wir nur eine Stunde Zeit unsere Nasen in die Neustrelitzer Luft zu halten.

Hier gibt es als Highlight vor allem das Schloss zu bewundern. Mit Schlossgarten, Orangerie und allem Drum und Dran.





Zeitig wieder an Bord, zuckeln wir wieder aus dem beschaulichen Stadthafen und setzen Kurs auf Marina Wolfsbruch. Es läuft alles wie geschmiert und so sieht unser Bug am Nachmittag schon wieder die Hafeneinfahrt. Das finden wir bissl doof... also was wird gemacht im einheitlichen Crew-Entscheid? Klare Sache, wir brummen einfach ein drittes Mal nach Rheinsberg vors Schloss ;-) Der Weg dort hin ist cool und macht einfach Laune. Außerdem bringen unsere beiden Bloggermädels Constanze von Das wunderbare Leben und Anni von Pötit dort nochmal ein kurzfristiges Foto-Projekt an den Start. Was es damit auf sich hat, könnt ihr bald bei den beiden nachlesen.

Vor dem Rheinsberger Schloss... das macht einfach was her.





Bevor es nun zu spät wird und uns die Sonne verlässt, machen wir wieder die Biege Richtung Marina Wolfsbruch. Die letzten 1,5 Stunden an Bord der Vision genieße ich noch sehr, obwohl es an Deck zunehmend schweinekalt ist. In der Marina legen wir die Vision sauber in eine Lücke und genießen den letzten Abend zusammen unter Deck. Am nächsten Morgen heißt es Abschied nehmen, was wir alle nur recht ungern tun. Kaum zu Hause hagelt es Whatsapp- und Facebook-Nachrichten, wie schön es war und man am liebsten gleich wieder für eine weitere Tour an Bord gehen möchte :) Der Trip war ein voller Erfolg und hat allen viel Spaß bereitet.

Alles in allem befuhren wir eine Strecke von 101 km Länge mit unserem Hausboot, der Vision. Sie stellt das Flaggschiff der LeBoat-Flotte dar und bringt mit ihren 15 Metern Länge und nicht ganz 5 Metern Breite satte 14 Tonnen auf die Waage. Es war ein Erlebnis mit ihr unterwegs zu sein. Dazu gibt´s in Kürze noch mehr auf Get on Board und bei LeBoat.

Natürlich haben wir noch ein Video gebastelt von unserer Tour auf dem Wasser mit der Vision :)


Mein Dank gilt daher der geilen Crew und vor allem LeBoat, die wie ich bereits erwähnte, uns die Vision zur freien Verfügung stellten. 
Außerdem danke ich Reiseaufnahmen und ihrem Freund und Hobby-Fotografen Stefan, denn viele Bilder dieses Artikels stammen vom ihm.

Checkt auf jeden Fall mal die Artikel der anderen Crew-Mitglieder ab. Außerdem habe ich unser Hausboot, die Vision 4SL, genau unter die Lupe genommen. Wer mit dem Chartern dieses Schmuckstücks liebäugelt, kann sich meinen Test zum Schiff reinziehen.

So stay tuned.

Euer Markus

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